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Karl-von-Frisch Gymnasium

     
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Hintergrundinformationen zu Solar-Online


Dieser Text ist eine gekürzte und leicht abgeänderte Fassung des Artikels, den wir für die Solarzeitschrift Photon geschrieben haben. Der Artikel erschien in der Ausgabe 9/2002 unter der Rubrik "Schülerseite".

Bei einer modernen Schule gehört natürlich eine Solaranlage auf's Dach. Man geht ja mit der Zeit, und außerdem verleiht das Fördern alternativer Energien ein gutes Image. Aber was ist, wenn die Hälfte der Anlage defekt ist? Und was macht man, wenn sich niemand dafür verantwortlich fühlt? Der verantwortliche Lehrer ist im Ruhestand und auch den Großteil der Schüler, die vor rund 5 Jahren in der Photovoltaik-AG waren, gibt es an unserer Schule nicht mehr. Sie haben damals die 1200 Watt starke Solaranlage installiert.

Wir beide, Hanno Rein und Thomas Holder interessieren uns sehr für Technik und Elektronik, und haben auch schon so einiges zusammen gebastelt. Das die Großanzeige und der Datenlogger der Solaranlage unserer Schule seit Jahren defekt sind, hat uns irgendwann gestört. Nach dem ein Elektriker den Fehler nicht finden konnte, und die Firma, die den Datenlogger hergestellt hatte, nicht mehr existiert, machten wir uns als Laien an die Sache ran. Und siehe da, jetzt tut beides. Da wir gerade dabei waren, untersuchten wir das Datenformat mit Hilfe eines PDAs. Es stellte sich heraus, dass es ein RS232 Signal mit 600 Baud war. Somit konnte man die Daten, die auf der Großanzeige dargestellt werden auch direkt an einem PC mitlesen. Als Programmierer hatte Hanno sofort die Idee, die Daten ins Internet hochzuladen.
Um das Signal weiter verarbeiten zu können, verzweigten wir das Datenkabel. Das eine Ende blieb an der Großanzeige, und das andere verlegten wir in den Serverraum. Dort steht ein Linux-Recher, der sowieso die ganze Zeit online ist. Nun mussten wir allerdings noch ein Programm schreiben, das die Daten von der seriellen Schnittstelle einliest und ins Internet hochlädt, da es so etwas spezielles natürlich noch nicht gibt. Ein Upload der aktuellen Leistung erfolgt alle 5 Minuten.

Die Daten werden auf unseren Webserver (http://kvfg.de) hochgeladen. Dort werden sie in einer MySQL Datenbank gespeichert. Für jeden Upload wird ein Datensatz erstellt. Dies ist zwar relativ speicherfressend, da es in einem Jahr über 102500 Datensätze sind, allerdings ist so sichergestellt, dass man die Informationen nicht zu früh zusammenfasst, und so eventuell statistische Untersuchung, an die man im Moment noch nicht denkt, unmöglich macht.

Die anfallende Datenmenge beschränkt sich auf 1.025 Megabyte pro Jahr. Zur Zeit sind es 2282534 Datensätze mit einer durchschnittlichen Größe von 10 Bytes. Das sind insgesamt etwa 22825.3 Kilobyte.

Bei einem Aufruf der Seite http://solar.kvfg.de/ werden Abfragen dieser Datenbank erzeugt und angezeigt. Dies erfolgt mit Hilfe der Scriptsprache PHP. Die Visualisierungen werden mit einem modifizierten PHPlot-Script erzeugt. Alles wird erst im Moment des Zugriffs durch den Benutzer generiert. Somit erhält man stets die aktuellsten Daten, die höchstens 5 Minuten alt sind. Jetzt kann jeder Mensch auf der Welt sehen, ob die Sonne am Karl-von-Frisch Gymnasium gerade scheint oder nicht.



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